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Games

Gay Games gestern und heute

“Seit 28 Jahren gibt es die Gay Games. Sie sind ein internationales Großereignis und Ausdruck lesbisch-schwulen Selbstbewusstseins.“

Der amerikanische Zehnkämpfer Dr. Tom Waddel hatte einen Traum: Er wollte eine Sportveranstaltung ins Leben rufen, die Vorurteile und Klischees über Lesben und Schwule positiv verändert. Er wollte die Möglichkeit schaffen, dass Lesben und Schwule in ihren Sportarten aktiv sein zu können, ohne dabei diskriminiert zu werden. So entstand die Idee der Gay Games. Seit August 1982 treffen sich alle 4 Jahre Menschen aus aller Welt, um eine Woche lang sich, ihre sportlichen, kulturellen oder politischen Leistungen und die GayGames zu feiern.


Gay Games I - Challenge (San Fransisco, USA 1982)
Am 28. August 1982 begannen im Kezar Stadion in San Francisco die ersten Gay Games. Organisiert von der San Francisco Arts und Athletics trafen sich 1.600 SportlerInnen aus aller Welt. 600 Freiwillige ermöglichten 14 Sportarten.

Gay Games II - Triumph (San Fransisco, USA 1986)
Die zweiten Gay Games begannen am 9. August im selben Stadion wie die ersten Gay Games. Um noch mehr Menschen mit den verschiedensten Interessen und Lebensstilen einbeziehen zu können, kamen eine Reihe von kulturellen Aktivitäten dazu. 3.500 SportlerInnen aus 17 Ländern kämpften in 17 Sportarten um Bestleistungen.

In den vier Jahren bis 1990 erlebten die Gay Games viele Veränderungen. Der Gründer der Gay Games Dr. Tom Waddel verstarb einige Monate vor dem Beginn der Spiele. Die San Francisco Arts und Athletics änderte seinen Namen und die Federation of Gay Games war geboren. Dieser Verband schützt seitdem die Ideale der Gay Games Bewegung.

Gay Games III - Celebration (Vancouver, Kanada, 1990)
Am 4. August 1990 begannen die ersten Gay Games außerhalb der USA. Insgesamt nahmen 9.500 Menschen an den Sport- und Kulturveranstaltungen teil. 23 Sportarten und Menschen aus 39 Ländern machten die Gay Games zu einer großen und sichtbaren internationalen Veranstaltung.

Gay Games IV - Unity (New York, USA, 1994)
Zusammen mit den Feierlichkeiten zum 25. Jahrestag der Aufstände in der Christopher Street begannen die Gay Games IV am 18. Juni 1994 in New York. Ehemalige OlympiateilnehmerInnen, Berühmtheiten, PolitikerInnen und nahezu 11.000 TeilnehmerInnen aus 40 Ländern der Welt nahmen an diesen Spielen teil. Mit 31 Sportarten und einem umfangreichen Kunst- und Kulturprogramm waren die Gay Games IV die größte Sportveranstaltung weltweit.

Gay Games V - Friendship (Amsterdam, Niederlande, 1998)
Eine viertel Million BesucherInnen aus der ganzen Welt kam zu den Gay Games V, die am 1. August 1998 in Amsterdam begannen. Die Stadt Amsterdam unterstützte die Spiele durch ein großes Kunst- und Kulturprogramm, ein lesbischwules Filmfest sowie verschiedene Konzerte. 14.700 SportlerInnen wetteiferten in 31 offiziellen Sportarten. Der Frauenanteil erreichte erstmals 42%.

Gay Games VI - Under New Skies (Sydney, Australien, 2002)
Die Gay Games traten ihre erste Reise zur südlichen Hemisphäre an. In Sydney konnten die SportlerInnen z.T. dieselben Veranstaltungsorte nutzen wie die SpitzensportlerInnen der Olympiade von 2000. 12.000 SportlerInnen traten in 31 offiziellen Sportarten an.

Gay Games VII - Where the World meets (Chicago, USA 2006)
Nach 12 Jahren kehrten vom 15.-22.07.2006 die Spiele erstmals wieder in den USA zurück. Back to the roots… so war es vielfach zu hören. Denn in Chicago traf sich Dank des Streits zwischen der FGG und des ursprünglichen Gay Games Gastgebers Montréal nicht die Welt, sondern weitgehend die USA. Dies tat der allgemeinen sehr guten Stimmung dennoch keinen Abbruch und die Gay Games glänzten mit ca. 12.000 SportlerInnen und 30 offiziellen Sportarten.

Gay Games VIII. – Be part of it! (Köln, Deutschland 2010)
Zum 1. Mal fanden die Gay Games auf deutschen Boden statt und das feierten rund 10.000 Teilnehmende aus 70 Ländern mit einer großen Party. Vom 31.07.- 08.08.2010 könnten sich die Athlet_innen in 35 Sportarten und 5 Kulturwettbewerben messen. Bundesaußenminister Guido Westerwelle überraschte mit einer emotionalen Begrüßungsrede bei der Eröffnungszeremonie im Rhein-Energie-Stadion uns Deutsche und die Welt.
Unser Rückblick zu den Spielen in Köln findest Du hier.

2014 hat Cleveland, Ohio (U.S.A.) den Zuschlag für die IX. Gay Games erhalten.

Federation of Gay Games (FGG)

Die FGG wurde 1989 durch Umbenennung der San Francisco Arts and Atlethics (SFAA) gegründet. Ziel der FGG ist es die Gay Games dauerhaft als weltweites Sport- und Kulturfestival zu etablieren und alle 4 Jahre den Titel an einen Bewerber zu vergeben.

Die FGG besteht aus:

  • The Board of Directors (BOD - Vorstände) als geschäftsführendem Organ und Entscheidungsgremium. Diese aktuell 18 Vorstände werden bei den jährlichen Versammlungen der FGG und ihrer Mitglieder gewählt, und stammen aus Nordamerika, Europa und Australien.
  • Den Member Organizations (MO, Vollmitgliedern der FGG)- z. Z. sind das 46 weltweit ansässige Sportgruppen / Sportvereine / Städteteams.
  • Den z. Z. 25 Ehrenmitgliedern auf Lebenszeit.
  • Den Associated Members (Sportgruppen und Sportvereine / Städteteams).

Desweiteren gibt es sogenannte Committees für verschiedene Bereiche, die die gesamte Struktur des Verbandes abdecken (Kommunikation, Kultur, Entwicklung, Mitgliedschaft, Kommunikation, Sport, Sportstättenauswahl, Technologie, Leitung und Verbandsführung, u.s.w.)

Die Gay Games wurden von Dr. Tom Waddell gegründet und fanden erstmals 1982 als Gay Olympic Games in San Francisco statt. Doch in Folge einer höchstrichterlichen Entscheidung im Prozess mit dem Olympischen Komitee der USA um die Rechte zur Nutzung des Namens Olympia, musste 1986 kurzfristig das Festival in Gay Games umbenannt werden.

Mehr über die Gay Games und die FGG findet ihr auf der Website der Federation of Gay Games.

team berlin ist seit 2010 neben dem Berliner Sportverein Vorspiel SSL Berlin e.V. Mitglied der FGG.

Am 06. März 2010 zu Beginn der EGLSF-AGA in Manchester erklären die Co-Präsident_innen von FGG und GLISA im Jahr 2018 gemeinsame Weltspiele veranstalten zu wollen. Am 19. März 2010 wird die Manchester Erklärung von den jeweiligen Vorständen der Verbände FGG und GLISA bestätigt.

Seit November 2010 arbeitet eine “Working Group for One Quadennial Event in 2018“ zusammen. Die Gruppe aus jeweils 7 nominierten Verbandsmitgliedern soll einen Masterplan für gemeinsame Weltspiele entwerfen. Weitere Infos findest du hier.

 




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